Grußwort Sarah Duve, Geschäftsführerin VISION KINO gGmbH - Netzwerk für Film- und Medienkompetenz

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Lehrerinnen und Lehrer,

das Kino ist zweifellos der magischste Ort der Bildungslandschaft. Wenn der Projektor die ersten Lichtstrahlen auf die große Leinwand wirft und die ersten Töne den Kinosaal ausfüllen, dann wird ein Versprechen eingelöst. Das Versprechen auf Momente, in denen wir mit all unseren Sinnen eine fremde Welt der Bilder und Töne erleben und Raum und Zeit verlassen. Diese Magie lässt sich auch heute noch auf den Gesichtern des Publikums ablesen und zwar unabhängig vom Alter und der jeweiligen Kinoerfahrung. Doch was passiert jenseits dieser Momente, und zwar ab dem Augenblick, wo die Zuschauer versuchen, Erzählmuster wiederzuerkennen, Bilder als eine eigene Sprache zu analysieren und sich Wissen über die Bilderproduktion anzueignen? Hier fängt Filmbildung an, die nicht vom Himmel oder von der Leinwand fällt, sondern wie vieles andere auch erlernt werden muss.

Ein Kinobesuch bei den SchulKinoWochen ist eine hervorragende Möglichkeit, ein konzentriertes Sehen an dem Ort zu lernen, der für besondere Seherlebnisse gebaut wurde: dem Kino. Und dieser lässt sich im Unterricht nachhaltig mit festgeschriebenen Bildungszielen verbinden, schließlich ist mittlerweile in vielen Ländern die Beschäftigung mit Film und Medien fester Bestandteil der Lehrpläne.

Dass es auch darüber hinaus um nachhaltige Bildungserlebnisse geht, zeigt ein Blick in das vorliegende Programm der SchulKinoWoche: Zahlreiche Filme, ganz prominent natürlich das Filmprogramm „17 Ziele, EINE Zukunft“, beschäftigen sich mit dem Ist-Zustand und den Bedürfnissen heutiger und kommender Generationen und regen dazu an gemeinsam hinzuschauen, kritisch zu hinterfragen und die eigenen Gestaltungsmöglichkeiten zu erkunden. Auch ansonsten gibt es vieles zu entdecken: Einblicke in die Welt der Meere und Ozeane, filmische Reflektionen der Gegenwart und unserer jüngeren Geschichte bis hin zu Auseinandersetzungen mit den Folgen der Reformation. Ich lade Sie herzlich ein, diese thematische Vielfalt kennenzulernen.  

All den ausgesuchten Werken gemein ist, dass es Filme sind, die für die große Leinwand gemacht wurden und jene Bilder und Emotionen bieten, für die das Kino auch heute noch steht.

Diesen Glauben an das Kino, den teilen wir mit vielen Unterstützern, die damit ganz im Sinne unseres Schirmherrn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen einen nachhaltigen Zugang zu Kunst und Kultur zu eröffnen. Unterstützt und gefördert wird VISION KINO dabei durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, die Filmförderungsanstalt sowie die „Kino macht Schule“ GbR. Neben ihnen gilt mein besonderer Dank auch den Schul- und Bildungsministerien sowie zahlreichen bundesweiten und lokalen Kooperationspartnern und Förderern, die es ermöglichen, dass wir bei den SchulKinoWochen erneut ein so umfangreiches Programm anbieten können.

Ich wünsche Ihnen inspirierende, lehrreiche und nicht zuletzt auch nachhaltig-magische Kinomomente bei den SchulKinoWochen 2017!

Ihre
Sarah Duve
Geschäftsführerin VISION KINO – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz

Grußwort des Thüringer Ministers für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter

„Die Welt im Wandel“ ist das vielschichtige Motto der nun schon 15. SchulKinoWoche, die erneut mit zahlreichen Angeboten aufwartet. Ich freue mich, dass zusammen mit engagierten Partnern und unter Mitarbeit der Thüringer Kinos, Filmclubs, von Vereinen und mobilen Kinoanbietern wieder attraktive Bildungsangebote vorgehalten werden, die nicht zuletzt auch die Medienkompetenz von Kindern, Jugendlichen und Lehrkräften weiter stärken.

Leben heißt Veränderung, manchmal fließend, manchmal aber auch abrupt. Zu jeder Zeit waren Menschen mit Veränderungen konfrontiert und mussten einen Weg finden, damit umzugehen. Sehen wir sie als Hindernisse an? Sind sie ein Grund zum Scheitern? Oder sind es Chancen und Herausforderungen, die wir ergreifen müssen und an denen wir weiter wachsen? Können wir uns an Menschen orientieren, die sich in vergleichbaren Situationen vorbildhaft verhalten haben? Gibt es Parallelen zwischen aktuellen und historischen Umbrüchen? Sind Klimawandel, Globalisierung und Digitalisierung die großen Umbrüche unserer Zeit? Was bedeutet das für unser tagtägliches persönliches Handeln?

Diese und viele weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Filme, Workshops, Seminare und Lehrerfortbildungen der diesjährigen SchulKinoWoche. Die Dokumentar- und Spielfilme sollen einerseits dazu anregen, über globale Herausforderungen nachzudenken und andererseits geschichtliche Zusammenhänge zu verstehen. Das Kino wird zum außerschulischen Lernort. Es bietet sich geradezu an, medienpädagogisch wertvolle Filme dort gemeinsam anzuschauen und die Themen anschließend weiter zu vertiefen. So werden gemeinsame Erlebnisse geschaffen, die in Erinnerung bleiben.

Ich hoffe, dass auch in diesem Jahr wieder viele Thüringer Schulen und Klassen von den Angeboten regen Gebrauch machen!

Helmut Holter
Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport

Grußwort Marcus Tullner, Bildungsminister des Landes Sachsen-Anhalt

Sehr geehrte Schulleiterinnen und Schulleiter,

die SchulKinoWoche  gehört seit Jahren zum externen Angebot kultureller Bildung an Schulen in Sachsen-Anhalt. Mit ihren jährlich wechselnden Themen bietet
sie vielfältige Gelegenheiten, altersangemessene Filme zur fächerübergreifenden Auseinandersetzung mit tagesaktuellen Fragen zu nutzen. Das Kino eignet sich als Ort besonders dafür, denn es verbindet gemeinschaftliches emotionales Erleben im Kinosaal
mit filmkünstlerisch hochkarätig umgesetzten Inhalten. Oder mit den Worten einer erfahrenen Pädagogin ausgedrückt: „Mit Speck fängt man Mäuse.“

In diesem Schuljahr spiegelt das Thema ein aktuelles Gesellschaftsgefühl wieder, das natürlich auch von Kindern und Jugendlichen wahrgenommen wird:

DIE WELT IM WANDEL.

Viele Entwicklungen und Veränderungen waren noch bis vor kurzem kaum vorstellbar. Manche bieten Chancen, manche verunsichern und manche ängstigen sogar. Kindern und Jugendlichen sollten darum die Möglichkeit zur begleiteten Auseinandersetzung mit diesen vielfältigen Entwicklungen haben.

Die Angebote der SchulKinoWoche widmen sich in diesem Jahr mit Dokumentar- und Spielfilmen unter anderem der Funktion und der Bedrohung von Meeren und Ozeanen. Auch die Agenda 2030 der internationalen Staatengemeinschaft, die dem Gedanken Ausdruck verleiht, dass sich die globalen Herausforderungen nur gemeinsam lösen lassen, wird thematisiert. Gerade für die Schulen in Sachsen-Anhalt ist sicher die Annäherung an das 500. Jubiläumsjahr der Reformation - ein „Exportgut“ aus unserem Bundesland – über die SchulKinoWoche interessant.

Ich möchte Sie ermutigen, die Filmangebote der SchulKinoWoche für Ihre Schule zu nutzen und danke allen Beteiligten, insbesondere der VISION Kino gGmbH, herzlich für ihr Engagement.

Marco Tullner
Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt