Sonderfilmreihe Reformation

Anlässlich des Reformationsjubiläums 2017 zeigen VISION KINO und die Bundeszentrale für politische Bildung im Rahmen der SchulKinoWochen ein Filmprogramm zum Themenfeld „Reformation“. Die hierfür ausgewählten Filme beschäftigen sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit historischen und theologischen Grundlagen reformatorischen Denkens und dem Einfluss des Protestantismus auf westliche Gesellschaften.

Die Veranstaltungen werden begleitet von Lothar Tautz (Theologe und Diplompädagoge), der im Anschluss mit den SchülerInnen über Themen des Films diskutieren wird. Bitte planen Sie ca. 45 Minuten zusätzlich ein.

Luther
Montag l 20.11.2017 l 10:30 Uhr l Cinemaxx Halle


»Hier stehe ich und kann nicht anders!« Eine Luther-Legende, diese Worte. Auch wenn sie so nicht gesprochen wurden auf dem Reichstage zu Worms 1521, manifestieren sie Luthers Geist und Gewissen.
Der Film widmet sich den Stationen vor und nach diesem Bekenntnis: Im Juli 1505 vom Blitze verfehlt, nimmt Luther dies als Zeichen. Er gibt das Jura-Studium auf und wird Mönch in Erfurt. Auf eine Pilgerfahrt nach Rom folgt das Theologiestudium in Wittenberg. Hier schlägt er 1517 seine 95 Thesen als Protest gegen den Ablasshandel an die Tür der Schlosskirche. Im Jahr darauf verlangt Rom den Widerruf. Vom Papst exkommuniziert und vom Kaiser geächtet, wird Luther zum Ketzer erklärt. Zu seinem Schutze auf die Wartburg gebracht, übersetzt er binnen elf Wochen das Neue Testament aus dem Griechischen ins Deutsche.
Das Wort wird mächtig, die Reformation ist unaufhaltsam.

Historienfilm / Deutschland 2003 / 123 min. / Regie: Eric Till
ab 7. Klasse / empf. ab 13 Jahre / FSK: 12
THEMEN: Ablasshandel, Bibel, Biografie, deutsche Geschichte, Geschichtskultur, Gewissenskonflikt, Glaube, Glaubensbekenntnis, Identität, Kirche, Konformismus und Widerstand, Macht, Protestantismus, Reformation, Religion
FÄCHER: Deutsch, Geschichte, Kunsterziehung, Lebensgestaltung-Ethik-Religion, Philosophie, Politische Bildung

Storm und der verbotene Brief
Donnerstag l 23.11.2017 l 11:00 Uhr l Burg Burgtheater


Antwerpen im Jahre 1521: Der 12-jährige Storm flieht vor der Inquisition, nachdem er die Druckplatte eines verbotenen Briefes von Martin Luther aus der Druckerei seines Vaters gerettet hat. Dieser wurde verhaftet und soll nun auf dem Scheiterhaufen hingerichtet werden. Wem kann Storm trauen und wie soll er seinen Vater aus dem Kerker befreien?
Pünktlich zum Reformationsjahr bietet „Storm und der verbotene Brief“ einen spannenden Einstieg in die Materie.

Jugendfilm, Historienfilm, Abenteuerfilm / Niederlande 2017 / 105 min. / Regie: Dennis Bots
ab 7. Klasse / empf. ab 12 Jahre / FSK: 6
THEMEN: Mittelalter, Religion, Macht, Zensur, Rebellion, Freiheit, Freundschaft
FÄCHER: Geschichte, Religion, Deutsch, Ethik, Politik

Projektorganisation Sachsen-Anhalt

Katrin Birnschein
Tel. 0361 / 66 386 17
birnschein@schulkinowochen.de

Sprechzeiten

Ich bin von Dienstag bis Donnerstag von 9:00 bis 15:00 Uhr und am Freitag von 9:00 bis 12:00 Uhr für Sie erreichbar.

Referent Lothar Tautz

Lothar Tautz wurde 1950 in Erfurt geboren. Nach dem Fachabitur im Kombinat Umformtechnik wurde er Chefrequisiteur der Städtischen Bühnen Erfurt. Weil er sich 1968 an den Protesten gegen die Niederschlagung des Prager Frühlings und 1970 an der Willy-Brandt-Demonstration beteiligte, wurde ihm ein Studium am Pädagogischen Institut verwehrt. Deshalb studierte er ab 1973 Pädagogik und Theologie an der Kirchlichen Hochschule in Naumburg und arbeitete anschließend als Geschäftsführer des Kirchentages in Wittenberg und Weißenfels.1989 wurde er dort Moderator am Runden Tisch und arbeitete nach den Märzwahlen 1990 für die letzte DDR-Regierung. Sein beruflicher Weg führte ihn weiter ins Bundeswirtschaftsministerium nach Berlin und Bonn und 1997 nach Sachsen-Anhalt. Hier war er Landesgeschäftsführer der SPD und seit 1999 Mitarbeiter der Staatskanzlei, seit 2007 Lutherbeauftragter der Landesregierung. Als solcher war er maßgeblich an der Entwicklung des Spirituellen Tourismus, insbesondere der Einrichtung des St.- Jakobs-Pilgerwegs und des Lutherwegs beteiligt.

Von 2010 bis 2013 widmete er sich hauptberuflich seinem 1991 gegründeten Unternehmen, einer gemeinnützigen GmbH, die u.a. zwei Berufliche Schulen betreibt, an denen Tourismusassistenten ausgebildet werden.

Ehrenamtlich engagiert er sich im Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie e. V“, beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Tautz wohnt in Heldrungen, ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Projektpartner