Schulkinowoche Thüringen/Sachsen-Anhalt

Schulkinowoche Thüringen/Sachsen-Anhalt

24. SchulKinoWoche Thüringen I Sachsen-Anhalt
16. bis 27. November 2026

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Grußworte

Grußwort Jan Riedel, Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

„WE ARE FAMILY!“ – Das ist nicht nur ein richtig guter Song von Sister Sledge, sondern der Themenschwerpunkt der diesjährigen SchulKinoWoche Sachsen-Anhalt, die damit ein Thema aufgreift, das uns alle betrifft. Denn Familie ist für jeden Menschen etwas anderes. Sie kann Geborgenheit und Zusammenhalt bedeuten, aber ebenso Herausforderungen, Konflikte oder Veränderungen. Und sie ist längst nicht immer nach demselben Muster zusammengesetzt.

Gerade deshalb eignet sich das Kino so gut, um über Familie und unser Zusammenleben nachzudenken. Filme erzählen Geschichten, die uns emotional erreichen und zugleich neue Perspektiven eröffnen. Sie lassen uns Menschen begegnen, deren Lebenswirklichkeit vielleicht ganz anders ist als unsere eigene. Sie regen dazu an, Fragen zu stellen, Standpunkte zu hinterfragen und unterschiedliche Sichtweisen auszuhalten.

Damit leisten Filme einen wichtigen Beitrag zur Bildung. Kulturelle Bildung bedeutet auch, die Welt mit anderen Augen sehen zu lernen. Im gemeinsamen Kinobesuch wird das besonders lebendig: Schülerinnen und Schüler erleben einen Film nicht allein vor einem Bildschirm, sondern als Gemeinschaft. Im Anschluss können sie sich über ihre Eindrücke austauschen, diskutieren und sich darüber verständigen, was sie bewegt hat. So wird aus dem Kinosaal ein Lernort, an dem nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Empathie, Urteilsfähigkeit und gesellschaftliche Verantwortung gestärkt werden.

In einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche täglich mit einer großen Zahl bewegter Bilder und Informationen konfrontiert sind, ist es wichtiger denn je, Medien bewusst wahrzunehmen und kritisch zu hinterfragen. Die SchulKinoWoche verbindet deshalb Filmgenuss mit Medienbildung: Sie schafft Raum, Geschichten zu verstehen, Bilder zu entschlüsseln und über ihre Wirkung ins Gespräch zu kommen.

Ich freue mich sehr, dass die SchulKinoWoche Sachsen-Anhalt auch in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler ins Kino einlädt und damit kulturelle und schulische Bildung miteinander verbindet. Mein Dank gilt allen, die diese besondere Woche ermöglichen und Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit geben, gemeinsam zu sehen, zu staunen, zu lachen, nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel Spaß bei spannenden Filmen, neue Perspektiven und viele anregende Gespräche.

Jan Riedel
Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt

Grußwort Christian Tischner, Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Pädagoginnen und Pädagogen, liebe Filmbegeisterte,

kaum ein Ort bringt so viele Generationen zusammen wie das Kino. Genau das erleben in diesen Tagen wieder tausende Kinder und Jugendliche in Thüringen und Sachsen-Anhalt bei der diesjährigen SchulKinoWoche. Unter dem Motto „We are family!“ erzählen die ausgewählten Filme von Nähe und Streit, von Verlust und Zusammenhalt, von Menschen, die füreinander da sind.

Was Familie dabei bedeutet, lässt sich heute nicht mehr in einem Satz beantworten. Manche wachsen mit beiden Eltern auf, andere mit einem Elternteil oder in einer Patchwork-Konstellation, wiederum andere finden ihre engsten Verbündeten unter Freundinnen und Freunden oder Wahlverwandten, die für sie zu Hause geworden sind. All diese Erfahrungen haben ihren Platz im diesjährigen Programm, und jede von ihnen verdient einen genauen Blick.

Die Filme öffnen einen Raum, in dem Geschichten, die diese Lebensrealitäten aufgreifen, aufeinandertreffen können. Sie zeigen positive Momente, ohne sie zu beschönigen, Konflikte, ohne sie zu verharmlosen, und Halt, ohne ihn zu verklären. Wer im Kinosaal sitzt, lacht, staunt oder ist gerührt, zusammen mit vielen anderen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Für einige ist es vielleicht der erste Kinobesuch überhaupt, ein Moment, der lange in Erinnerung bleibt.

Ich wünsche allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der SchulKinoWoche 2026 packende Filmerlebnisse, gute Gespräche danach und viele Momente, in denen sie sich als Teil einer Gemeinschaft erleben.

Ihr
Christian Tischner
Thüringer Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur

Grußwort Leopold Grün, Geschäftsführer der VISION KINO

In zahlreichen Bundesländern feiern die SchulKinoWochen Jubiläumsausgaben. Es erfüllt uns mit Stolz, auf die Anfänge dessen zurückzublicken, was heute das größte Filmbildungsprojekt Deutschlands ist. Die Filmbranche und die Filmpolitik waren sich von Beginn an einig: Filmbildung muss stärker in den Fokus rücken und der entscheidende Ansatz findet sich in der Schule. Kinofilme als sinnlichen Erfahrungsraum und das Kino selbst als Lern- und Kulturort zu betrachten, das gehörte damals wie heute zu den Kernelementen unserer DNA. Die technischen Entwicklungen und die marktwirtschaftliche Realität haben eine Wirklichkeit der Medienrezeption entstehen lassen, die zu permanenter Auffindbarkeit und kurzer Aufmerksamkeitsspanne führt. Umso wichtiger sind unsere Angebote geworden. Neben den ästhetischen Bewusstwerdungsprozessen stehen in der gesellschaftlichen Gegenwart das soziale Miteinander im Mittelpunkt, das konzentrierte Sehen, das Sprechen können über einen Film und die Fähigkeit, unterschiedliche Sichtweisen auf Inhalt und Form zu tolerieren und in die eigene Meinungsbildung einzubeziehen. Diese Kompetenzen sind zunehmend notwendige Ansprüche an unsere Arbeit, genauso wie das Selbstwirksamkeitserleben und die aktive Teilhabe von jungen Menschen. Wichtig bleibt dabei immer, Kindern und Jugendlichen ein niedrigschwelliges kulturelles Angebot zu unterbreiten, das die Demokratie stärkt.

Mein außerordentlicher Dank geht an die Projektverantwortlichen bei der VISION KINO, den Kolleg*innen in den Projektbüros der Länder, den freien Filmvermittler*innen, den Kreativen, den Kinos und Verleihfirmen und natürlich den Unterstützer*innen und Fördernden in Bund und Ländern. Mit ihrem Engagement und den finanziellen Mitteln machen sie ein solches SchulKinoWochen-Programm überhaupt möglich und schaffen die Voraussetzung dafür, unsere Angebote ganzjährig weiterzuentwickeln.

Ihr
Leopold Grün
Geschäftsführer der VISION KINO

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