Schulkinowoche Thüringen/Sachsen-Anhalt

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24. SchulKinoWoche Thüringen I Sachsen-Anhalt
16. bis 27. November 2026

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Themenschwerpunkt 2026


WE ARE FAMILY!

Kaum ein Thema taucht in Filmen so oft auf wie Familie. Es bietet die perfekte Bühne für Konflikte, Emotionen, kleinen und großen Streit, Versöhnung und Verlust. Familien sind beliebter Ausgangspunkt für Dramen, Komödien, historische Epen oder sogar Tierfilme.

In vielen Filmen des Programms der diesjährigen SchulKinoWoche ist Familie nicht nur der Rahmen, sondern zentrales Thema. In „Ach diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ geht es um den Verlust von Familienmitgliedern und gleichzeitig gegenseitige Liebe und Unterstützung. In „Babystar“ wird ein komplettes Familienleben samt interner Konflikte zu Content für Social Media Plattformen. „Lügen über meine Mutter“ erzählt aus der Sicht eines kleinen Mädchens vom familiären Druck auf ihre Mutter, deren Körper nicht den gängigen Erwartungen entspricht. Und in „Die Schatzsuche im Blaumeisental“ gräbt die neunjährige Lucie mit ihrer Mutter, die Archäologin ist, buchstäblich in der eigenen Vergangenheit.

Was ist das eigentlich, eine Familie? Wer gehört dazu, wer nicht? Die Antwort auf diese Frage scheint auf den ersten Blick so einfach zu sein und ist doch außerordentlich komplex.
Familien definieren Identität und beeinflussen das, was man als Heimat versteht. Sie prägen Charaktere und Verhaltensweisen und unsere Fähigkeiten, mit Konflikten umzugehen. Jeder verbindet mit ihr andere Begriffe: Behaglichkeit, Vertrauen, Geborgenheit, aber eben auch Gewalt, Angst oder Druck.
Das Bild der Familie, auch in Filmen, hat sich in den letzten Jahrzehnten deutlich gewandelt. Wo früher fast ausschließlich die klassische Kleinfamilie mit Mutter, Vater und Kindern gezeigt wurde, finden sich heute vermehrt Patchwork-Familien, gleichgeschlechtliche oder alleinerziehende Elternteile oder Wahlverwandschaften aus Freunden, die füreinander einstehen. Diese Vielfalt ermöglicht es einem breiteren Publikum, sich in den jeweiligen Konstellationen wiederzufinden.
Was ist schon normal, wenn es um Familie geht, wer definiert das?  Diese Frage ist in zunehmendem Maße zu einer politischen geworden. Die einen sehen in der Infragestellung des klassischen Familienbegriffs den Fortbestand unserer Kultur und unserer Gesellschaft bedroht, die anderen eine sinnvolle Erweiterung der Möglichkeiten. Deutungshoheit wird hier sogar zur Machtfrage.
Man sieht: Das Thema birgt großes Konfliktpotential, das auch das Kino für seine Geschichten nutzt. Denn Konflikte sind das Futter für gute Geschichten.

Nicht zuletzt haben die meisten von uns ihre ersten Kinoerfahrungen mit der Familie gemacht. Großeltern, Eltern und Kinder erleben denselben Film, deuten ihn aber je nach Lebenserfahrung unterschiedlich. Gerade diese Mehrdeutigkeit macht Filme zu einem verbindenden Medium.

Doch wir sehen jedes Jahr, dass viele Kinder ihr erstes Kinoerlebnis bei der SchulKinoWoche haben. Das freut uns sehr. Wir sind gern Ersatzfamilie für alle, die eine gemeinschaftliche Erfahrung im Kinosaal machen, emotional teilhaben und darüber nachdenken und diskutieren möchten. Denn vor der Leinwand sind alle gleich.

We are family!

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SchulKinoWoche Thüringen I Sachsen-Anhalt
c/o Deutsche Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ
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