Filmworkshop
24 Lügen pro Sekunde
Mit Filmemacher Till Kleinert
Ein zweitägiger Workshop übers und mit Filmemachen für Schüler:innen ab der 6. Klasse.
Maximale Teilnehmerzahl: Eine Klasse (ca. 20 Personen)
Möglicher Zeitraum: Den genauen Termin können Sie nach Ihrer Anmeldung gemeinsam mit Till Kleinert festlegen. Bevorzugte Tage sind Donnerstag und Freitag.
Zielgruppe: Schüler:innen ab der 6 Klasse
Ort: in Ihrer Schule oder nach Absprache (bevorzugte Regionen: Wittenberg, Halle, Magdeburg)
Fragen und Anmeldung: schuetz@schulkinowochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz, 0361-66386-20
Der Regisseur Michael Haneke hat den Film vor ein paar Jahren so definiert: „Film ist 24-mal Lügen pro Sekunde, aber vielleicht im Dienste der Wahrheit.“
In unserem Workshop wollen wir erforschen, mit welchen Mitteln ein Film Bildern Wirkung und Bedeutung verleiht. Wir wollen herausfinden, welchen Einfluss Einstellungsgröße und Kameraperspektive auf unsere Wahrnehmung haben; wie Ton und Musik unsere Erwartung und Reaktion auf eine Szene steuern können; wie der Schnitt uns glauben machen kann, etwas zu sehen, das gar nicht aufgenommen wurde.
Schließlich wollen in einer praktischen Arbeit selbst ausprobieren, wie weit wir mit Hilfe der filmischen Mittel die Wirklichkeit, die uns umgibt, verbiegen und in etwas anderes verwandeln können: sei es in eine ferne Zukunft oder Vergangenheit, in eine bessere Welt oder den Beginn einer drohenden Zombie-Apokalypse.
Der Workshop soll er den Teilnehmenden Lust machen, sich eigeninitiativ mit den Möglichkeiten filmischen Ausdrucks auseinanderzusetzen und selbst als Filmemachende aktiv zu werden. Andererseits soll er die Sinne schärfen für die allgegenwärtige mediale Manipulation, die uns umgibt – und unsere Abwehrkräfte stärken gegen blinde Überwältigung und die Verlockungen allzu einfacher Narrative.
Workshopleiter Till Kleinert ist einer der wenigen Filmemacher in Deutschland, die sich dem Thriller- und Horrorfilm verschrieben haben – einem Genre, das die filmischen Mittel bewusst einsetzt, um unmittelbare Reaktionen beim Publikum zu erzeugen.
In seinem Workshop wird er neben praktischen Übungen und Anschauungsmaterial aus der Filmgeschichte auch – selbstverständlich altersgerecht – Beispiele aus seiner eigenen Arbeit einfließen lassen.
