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Schulkinowoche Thüringen/Sachsen-Anhalt

Schulkinowoche Thüringen/Sachsen-Anhalt

24. SchulKinoWoche Thüringen I Sachsen-Anhalt
16. bis 27. November 2026

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Schindler Liste

Filmgespräch zum Klassiker von Steven Spielberg - Eintritt frei!

17.06.2026 | 10:00 - 12:30 Uhr | Dessau

Ort: UCI Kinowelt Dessau

Gäste: werden noch bekanntgegeben

Kaum ein anderer Spielfilm über den Holocoust hat international solche Spuren hinterlassen wie „Schindlers Liste“ von Steven Spielberg. Bis heute hat er nichts an seiner Relevanz eingebüsst. Er erzählt nicht nur eine Geschichte des Holocoust, sondern beschäftigt sich auch mit der Frage, wie es gelingt, Mensch zu bleiben innerhalb eines unmenschlichen und mörderischen Systems. Und natürlich beschäftigt uns auch die Frage, ob man eine Geschichte, die in das Zentrum der schlimmsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts führt, im Stil amerikanischen Erzählkinos inszenieren darf.

Wir sprechen darüber in Dessau. Sie sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei!

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter:
schuetz@schulkinowochen.de
Ansprechpartner: Peter Schütz, 0361-66386-20

EINTRITT FREI

SCHINDLERS LISTE
Drama, Historienfilm, Biografie / USA 1993 / 194 Min. / Regie: Steven Spielberg
ab 9.Klasse / empfohlen ab 14 Jahren / FSK: 12

Unterrichtsfächer Deutsch, Ethik, Geschichte, Politik, Englisch, Religion, Philosophie
Themen Nationalsozialismus, Holocaust, Judenverfolgung, Konzentrationslager, Antisemitismus, Krieg, Zivilcourage, Widerstand, Anpassung, Filmklassiker

Der Unternehmer Oskar Schindler kommt während des Zweiten Weltkriegs nach Krakau, um sich dort geschäftlich zu etablieren. Mit einnehmendem Auftreten und großzügigen Geschenken macht er sich bei den deutschen Besatzern beliebt, setzt aber auch auf jüdische Geldgeber, die ihm gegen Warenlieferungen die Mittel zum Kauf einer Fabrik beschaffen. Die Juden, die in Schindlers Emaille-Fabrik arbeiten, gelten als „kriegswichtig“ und werden nicht deportiert. Doch dann kommt der Befehl zur Auflösung des Zwangsarbeiterlagers – die Insassen sollen nach Auschwitz deportiert werden. Schindler zahlt eine hohe Summe an den sadistischen Lagerkommandanten Amon Göth, um möglichst viele Menschen in einer Rüstungsgüterfabrik in der Tschechoslowakei unterzubringen. Mehr als 1.100 Juden kann er auf diese Weise vor dem Tod retten. Schindlers Fixierung auf Profit weicht dem Versuch, Menschlichkeit zu bewahren, wo das scheinbar unmöglich ist. Als die Rote Armee anrückt, unterstützen Schindlers Angestellte seine Flucht nach Deutschland.

filmisch

Der mit sieben Oscars ausgezeichnete Film macht aus Schindler keinen strahlenden Helden. Sein Businessplan beruht auf Ausbeutung, und erst als er Zeuge des nationalsozialistischen Mordapparates wird, stellt er sich auf die Seite der Menschlichkeit. Der Film arbeitet mit aufwändigem Szenenbild, großer Emotionalität und ist fast ausnahmslos in Schwarz-Weiß gedreht. Nie verliert er die Balance zwischen großem Kino und der im Hintergrund stehenden Mahnung, die schlimmsten Verbrechen des 20. Jahrhunderts nicht zu verharmlosen.

Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit

Entstehung, Ziele und Auswirkungen des NS-Regimes sind wichtige Themen im Geschichtsunterricht, die Strukturen totalitärer Regime im Fach Politik. „Schindlers Liste“ zeigt am konkreten Beispiel, was passieren kann, wenn eine menschenverachtende Ideologie die politischen und militärischen Machtinstanzen eines Staates durchdringt. Ein Spielfilm konzentriert sich naturgemäß auf einzelne Figuren, auf den Konflikt zwischen Anpassung und Widerstand. Hier bieten sich Anknüpfungspunkte für filmsprachliche Analysen, aber auch für den Philosophie- oder Ethikunterricht. Jüdisches Leben und Vorurteile gegenüber Juden können im Fach Religion aufgearbeitet werden. Da Willkür und Brutalität im Film nicht ausgespart werden, ist es angeraten, den Schüler*innen die Möglichkeit zu geben, ihr subjektives Filmerleben und ihre Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen. Zur Vor- und Nachbereitung des Kinobesuchs stehen verschiedene Unterrichtsmaterialien zur Verfügung.


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SchulKinoWoche Thüringen I Sachsen-Anhalt
c/o Deutsche Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ
Anger 37 · 99084 Erfurt · Telefon: 0361 66 386 20

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