Inhalt
Auf ihrer Reise nach Italien, wo sich zwei Brüder ein besseres Leben erhoffen, wird der zwölfjährige Georg krank. Während der ältere Alfons weiterzieht und als Soldat gegen Napoleon kämpft, bleibt Georg im Jahr 1800 im Hospiz auf dem Großen Sankt-Bernhard-Pass, um gesund werden. Weil er als Küchenjunge fleißig ist und sich auch in Notlagen beweist, einem Bernhardiner-Welpen das Leben rettet und sich zusammen mit der gleichaltrigen Resi das Lesen beibringt, darf er den Hund behalten und schließlich sogar die Klosterschule besuchen. Bernhardiner Barry wird sein bester Freund, was einem der Novizen, Célestin, ebenso wenig gefällt wie die Freundlichkeit, mit der alle den „Bauerndeppen“ behandeln. Célestin nutzt seinen Einfluss als Sohn des reichen Gönners des Klosters, um dem Jungen seinen Hund wegnehmen, woraufhin Georg mit Barry in der Nacht abhaut. Als die beiden auf den im Schneesturm verlorengegangenen Célestin stoßen, siegt die Menschlichkeit, und Georg bringt Célestin ins Kloster zurück.
Kinderfilm / Schweiz, Deutschland 2025 / 100 Min. /Regie: Markus Welter ab 3. Klasse / empf. ab 8 Jahren /
FSK: 0
Themen: Abenteuer, Freundschaft, Gemeinschaft, Tiere, Lebensraum, Natur, Chancengleichheit, Bildung,
soziale Ungleichheit, (europäische) Geschichte
Fächer: Sachunterricht, NaWi, Erdkunde, Biologie, Ethik/Lebenskunde, Religion, Geschichte
Zu den Veranstaltungen haben wir Filmschaffende eingeladen, die im Kino mit den Schüler:innen über die Filme sprechen und diskutieren werden. Bitte planen Sie dafür im Kino ca. 45 Minuten mehr ein.
The Change
Inhalt
„Die Arbeit schockiert durch abstruse antidemokratische Äußerungen“. Mit dieser Beurteilung einer Studienarbeit hat Ellen Taylor, Professorin an der Elite-Uni Georgetown in Washington DC, die Exmatrikulation ihrer Studentin Liz veranlasst. Als Ellen und ihr Mann Paul einige Zeit später ihren 25. Hochzeitstag feiern, erscheint Liz dort als neue Freundin des Sohns Josh – und schenkt Ellen ein Exemplar des von ihr verfassten Buchs „The Change“, in dem sie ihre Thesen aus dem Studium aufgreift. Die bald viel gelesene ideologische Schrift beflügelt eine antidemokratische Bewegung, die die Demokratie in den nächsten Monaten und Jahren durch ein faschistisches System ersetzt. Kritische „Non-Changer“ wie Ellen, Paul oder deren Töchter Gerda und Birdie geraten unter massiven Druck, während der zuvor wenig selbstsichere Josh im neuen System aufgeht.
Drama, Politthriller / USA 2025 / 112 Min. / Regie: Jan Komasa / Ab 10. Klasse / empf. ab 15 Jahren / FSK: 12
Themen: Demokratie, Faschismus, Populismus, Politik, Familie, Gesellschaft, politische Systeme, Widerstand, Zivilcourage
Fächer: Englisch, Politik, Sozialkunde, Ethik, Medienkunde, fächerübergreifend: Demokratiebildung
Mit anschließendem Filmgespräch. Bitte planen Sie ca. 45 Minuten zusätzlich ein.
The Cowboy
Inhalt
Über zehn Jahre lang wird Crowley McCuistion in diesem Dokumentarfilm begleitet. Crowleys Traum als Elfjähriger ist es, ein echter Cowboy zu sein und ein Meister im Rodeo zu werden. Er lebt mit seiner Familie in Olney Springs – in den ländlichen Gebieten von Colorado. Die Familie bedeutet ihm alles, vor allem sein älterer Bruder Yancie ist wie ein zweiter Vater für ihn. Die Ansprüche an Crowley sind hoch: So darf er seinem Vater Curt nicht widersprechen, kümmert sich um Land und Tiere und repariert und baut eigenständig Sachen. Seine ältere Schwester Chaney lebt bereits woanders und möchte Ärztin werden. Als Yancie bei einem Autounfall ums Leben kommt, gerät Crowleys Leben aus dem Gleichgewicht. Für Mutter Farrah ist der Alkoholismus von Curt nicht mehr ertragbar. Crowleys Eltern lassen sich scheiden. Crowley verlässt als Teenager die Familie und ist nun auf sich selbst angewiesen. Die strenge Arbeitsmoral hilft ihm, sich etwas Geld zu verdienen. Als Cowboy und Arbeiter bekommt man aber nicht viel. Nach und nach setzt sich Crowley mit dem Verlust seines Bruders und der Dekonstruktion des Cowboy-Seins auseinander.
Dokumentarfilm / Deutschland, USA 2025 / 89 Min. / Regie: André Hörmann / ab 8. Klasse / empf. ab 13 Jahren / FSK: 6
Themen: Cowboy, Familie, Familienkonflikte, Tod, emotionale Belastung, Arbeit, Erwachsenwerden, Armut, Trauer, Gewalt, Alkoholismus, Männlichkeitsbilder, Geschlechterrollen, US-amerikanischer Süden, Religion
Fächer: Englisch, Deutsch, Erdkunde, Politik, Ethik, Religion, fächerübergreifend: Berufsorientierung
Mit anschließendem Filmgespräch. Bitte planen Sie ca. 45 Minuten zusätzlich ein.
Marie Curie
Inhalt
Das Jahr 1903 ist ein Meilenstein in der Geschichte der Gleichberechtigung: Zum ersten Mal erhält eine Frau, die polnisch-stämmige Physikerin Marie Curie, gemeinsam mit ihrem Mann Pierre einen Nobelpreis. Pierre kommt einige Zeit später bei einem Unfall ums Leben und nun muss sich Marie Curie alleine in einer von Männern dominierten Welt behaupten. Sie lässt sich trotz Widerständen nicht von ihrem Weg abbringen und wird u. a. als Professorin an der renommierten Pariser Universität Sorbonne ins Gespräch gebracht. Nicht nur als Physikerin erfolgreich, erhält sie 1911 auch den Nobelpreis für Chemie und ist damit der erste Mensch überhaupt, dem zwei Nobelpreise zuerkannt wurden. In dieser Zeit wird ihre Affäre mit einem verheirateten Wissenschaftler zu einem großen öffentlichen Skandal.
Drama, Biografie / Deutschland, Frankreich, Polen 2016 / 96 Min. / Regie: Marie Noëlle / ab 9. Klasse / empf. ab 14 Jahren / FSK: 6
Themen: Forschung, Röntgen, Geschlechterrollen, Emanzipation, Anerkennung, Trauer/Trauerarbeit, Familie,
Wissenschaftsethik, Verantwortung, Werte, Bildung/ Bildungssystem
Fächer: Physik, Chemie, Deutsch, Ethik, Politik, Geschichte, Philosophie
Ergänzt wird das Programm durch Gespräche im Kino mit Vertreter:innen aus der Wissenschaft. Bitte planen Sie zusätzlich 45 Minuten ein.
Vier Sterne Plus
Inhalt
Der Dokumentarfilm begleitet David-Ruben Thies, Geschäftsführer einer Klinik in Thüringen und selbst einmal Krankenpfleger, bei seinem ambitionierten Vorhaben: Er möchte das Krankenhaus der Zukunft verwirklichen. Seine Vision ist revolutionär – Patientinnen sollen sich wie Gäste in einem Vier-Sterne-Hotel fühlen. Star-Architektur statt steriler Krankenhausflure, innovative Pflegekonzepte statt Personalnotstand, Bio-Menüs statt Kantinenkost. Auf Recherchereisen lässt sich Thies inspirieren und sammelt Ideen für sein „Patientenhotel“. Doch zurück in Thüringen muss er sich der Realität stellen: Fachkräftemangel, politische Vorgaben und die Konventionen eines Systems, das wenig Raum für Innovation zu lassen scheint. Kann seine Vision Wirklichkeit werden? Und was benötigt ein Krankenhaus von morgen tatsächlich? Die Regisseurin Antje Schneider begleitet diesen Prozess über mehrere Jahre und eröffnet Perspektiven, die weit über ein einzelnes Krankenhausprojekt hinausgehen. Der Film zeigt die Spannungsfelder zwischen Vision und Machbarkeit, zwischen Idealismus und Kompromiss. Themen wie Architektur als Heilfaktor, faire Arbeitsbedingungen und die Finanzierung von Innovation im Gesundheitswesen werden greifbar. Der Film lädt ein, über den Wert unseres Gesundheitssystems nachzudenken – welche Bedingungen brauchen Personal und Patientinnen in der medizinischen Pflege der Zukunft?
Dokumentarfilm / Deutschland 2022 / 93 Min. / Regie: Antje Schneider / ab 9. Kl. / empf. ab 14 Jahren / FSK: 0
Themen: Krankenhaus der Zukunft, innovative Pflegekonzepte, Wirtschaft, Politik, Gesundheitssystem
Fächer: Sozialkunde, Gemeinschaftskunde, Politik, Ethik, Religion, Deutsch, Philosophie, Ausbildung Medizinische und Pflegeberufe
Ergänzt wird das Programm durch Gespräche im Kino mit Vertreter:innen aus der Wissenschaft. Bitte planen Sie zusätzlich 45 Minuten ein.
Romys Salon
Inhalt
Irgendwie ist Oma Stine nicht mehr die alte, findet Romy. Rechnen fällt ihr neuerdings schwer, sie wirkt oft verwirrt und vergisst einmal sogar, dass die Zehnjährige bei ihr schläft. Andererseits ist sie nun viel freundlicher und lustiger. Nur widerwillig hat sich Stine, die mit fast 70 Jahren immer noch einen Friseursalon in einer niederländischen Kleinstadt betreibt, nämlich darauf eingelassen, nachmittags auf ihre Enkelin aufzupassen. Doch das ändert sich, als Romy ihr einmal aus der Patsche hilft. Fortan darf sie ihrer Oma zur Hand gehen: Kaffee kochen, den Boden fegen, Lockenwickler eindrehen. Die beiden wachsen zusammen und das Mädchen erfährt viel über das Leben der Großmutter und deren Kindheit in Dänemark. Romy hilft, wo sie nur kann, damit niemand merkt, dass ihre Oma nicht mehr alles im Griff hat. Doch dann bringt ein Arztbesuch Gewissheit: Stine ist an Alzheimer erkrankt.
Drama, Kinder- und Jugendfilm / Niederlande, Deutschland 2019 / 90 Min. / Regie: Mischa Kamp / ab 4. Klasse /
empf. ab 9 Jahren / FSK: 0
Themen: Kindheit, Generationen, Familie, Liebe, Alter, Krankheit, Demenz, Zusammenhalt
Fächer: Ethik, Lebenskunde, Religion, Biologie, Sozialkunde, Deutsch
Ergänzt wird das Programm durch Gespräche im Kino mit Vertreter:innen aus der Wissenschaft. Bitte planen Sie zusätzlich 45 Minuten ein.
